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Geschichte

Leben

Der Legende nach bekannte sich Sebastian, Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof,
öffentlich zum Christentum, woraufhin Kaiser Diokletian ihn zum Tode verurteilte und von
numidischen Bogenschützen erschießen ließ. In dem Glauben, er sei tot, ließ man ihn danach liegen.
Sebastian war jedoch nicht tot und wurde von einer frommen Witwe mit dem Namen Irene, die ihn beerdigen wollte,
als lebend erkannt und wieder gesund gepflegt. Nach seiner Genesung kehrte er zu Diokletian zurück
und bekannte sich erneut zum Christentum. Diokletian befahl daraufhin, ihn mit Keulen im Circus zu erschlagen.
Seinen Leichnam warf man in die Cloaca Maxima, einen städtischen Abflussgraben in der Nähe des Tiber,
aus dem er von Christen geborgen wurde. Danach wurde er in den Katakomben beerdigt.
 

Schutzpatronate

Der heilige Sebastian war schon immer ein beliebter Heiliger. Sebastian ist der Schutzheilige gegen die Pest,
da man seiner Fürbitte das schnelle Erlöschen der Pest 680 in Rom zusprach, und andere Seuchen,
und Beschützer der Brunnen, die er gegen Pestilenzen beschützt.
Sebastian ist Patron der Sterbenden, Eisenhändler, Töpfer, Gärtner, Gerber, Bürstenbinder, Stadt-/Gemeindepolizisten (D)
und (I), Soldaten und Schützenbruderschaften, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisen- und Zinngießer, Steinmetze,
Leichenträger.
 
Attribute und Ikonographie

                   

Sein Heiligenattribut ist der Pfeil, der seine Brust durchbohrt.
Die Legende des hl. Sebastian wird in der bildenden Kunst bereits im 5. Jahrhundert dargestellt. Typisch ist eine
Darstellung als Krieger in häufig zeitgenössischer Rüstung mit Schild und Schwert.
In deutschen und niederländischen Darstellungen ab der Gotik wird meist der von Wunden übersäte, magere Körper hervorgehoben.

Häufig wird auch die gesamte Beschießungsszene gezeigt, wie etwa bei Hans Memling. In solchen Darstellungen ist Sebastian meist an einen Baum gebunden.

1451 vereinigte sich die Gesellschaft zu Schützen mit der Gesellschaft zum Affenwagen,

auch Herrenstube genannt, und 1518 mit der St. Sebastians-Bruderschaft.

Zunächst fanden sich in den Reihen der Schützen und der Herrenstube waffenfähige Luzerner zusammen.

Bis weit ins 18. Jahrhundert gehörten auch alle hohen Persönlichkeiten Luzerns der Gesellschaft zur Pflege

der Geselligkeit, der Unterhaltung und zum Teil des Schiesswesens an.